Naturheilverfahren in meiner Praxis

Naturheilverfahren gehören zur Erfahrungs- und Volksheilkunde. Ihre Anwendung geht zum Teil auf jahrhunderte bis jahrtausende alte Erfahrungen zurück. Die meisten Therapiemethoden verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz bei dem nicht nur der Körper, sondern auch Geist und Seele des Menschen mit einbezogen werden. Nicht jedes Therapieverfahren ist für jeden Patienten geeignet. Im persönlichen Gespräch werden die einzelnen Verfahren erläutert und die für Sie Passenden ausgewählt. Dabei können auch verschiedene Behandlungsmethoden kombiniert werden. Im Folgenden möchte ich Ihnen einige Therapie- und Diagnoseverfahren vorstellen. Durch die Bestimmungen des Heilmittelwerbegesetzes und da die Anwendungsgebiete der einzelnen Behandlungsmethoden teilweise sehr umfangreich sind, habe ich mich auf grundlegende Definitionen beschränkt. Nähere Informationen zu diesen und anderen Naturheilverfahren sowie zu deren Anwendungsgebieten erhalten Sie in einem persönlichen Gespräch in meiner Praxis. Bitte beachten Sie, dass alle hier vorgestellten Diagnose- und Therapieverfahren zur naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin gehören und wissenschaftlich, d.h. im Sinne der Schulmedizin, nicht anerkannt oder durch Studien belegt sind. Alle Angaben über Eigenschaften und Wirkungen der vorgestellten Verfahren beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen von Anwendern dieser Therapiemethoden. Es werden keine Heilaussagen getroffen oder gar Heilversprechen gegeben. Aus- und Ableitungsverfahren
Innere Verfahren
Dazu zählen z.B. Bäder, Atemübungen, Darmreinigungen, Anregung der Durchblutung und Schweißproduktion sowie die gleichzeitige Behandlung mit pflanzlichen und / oder homöopathischen Mitteln. Äußere Verfahren
Aderlass
Ein Aderlass sollte höchstens viermal jährlich, mit einer Blutmenge von je max. 150ml durchgeführt werden. Nach Hildegard von Bingen soll das Blut so lange fließen, bis sich seine Farbe von dunkel zu hell ändert.
Baunscheidt-Behandlung
Die Baunscheidt-Behandlung ist ein Therapieverfahren nach Karl Baunscheidt, bei dem die Haut der zu behandelnden Körperareale oberflächlich mit feinen Nadelstichen versehen wird. Anschließend werden spezielle Öle aufgetragen, was zu einer starken Durchblutung der Haut führt.
Schröpfen
Beim unblutigen Schröpfen wird mithilfe von Schröpfgläsern auf bestimmten Hautarealen ein starker Unterdruck erzeugt. Wird die Haut vor dem Aufbringen der Schröpfgläser mit einer Lanzette eingeritzt, spricht man vom blutigen Schröpfen. Eine Sonderform des Schröpfens ist die Schröpfkopf-Massage. Bei dieser Methode wird die Haut zu Beginn mit einem Massageöl eingerieben und in den Schröpfgläsern wird nur ein leichter Unterdruck erzeugt. Danach lässt man die Schröpfgläser mehrmals über die zu behandelnden Hautareale gleiten.
Eigenbluttherapie
Bei der Eigenbluttherapie wird dem Patienten eine kleine Menge Blut entnommen. Dieses wird entweder pur belassen, homöopathisch oder mit anderen Medikamenten aufbereitet und dem Patienten durch Injektion in einen Muskel oder die Haut wieder zugeführt.
Farb-Lichttherapie
Eine Bestrahlung des Körpers mit farbigem Licht kann begleitend zu anderen Naturheilverfahren eingesetzt werden.
Homöopathie
Die Behandlung von Patienten mit homöopathischen Mitteln wurde vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann entwickelt. Nach dem von ihm formulierten Prinzip soll Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden. Das bedeutet, dass die Symptome, die ein homöopathisches Mittel bei einem Gesunden hervorruft, ähnliche Symptome bei einem Kranken heilen soll. Zur Herstellung homöopathischer Mittel werden die Ausgangssubstanzen meist mit Alkohol konserviert. Die so entstandene Urtinktur ist der Ausgangsstoff für die homöopathische Potenzierung (Verdünnung), die entweder als Flüssigkeit oder auf Globuli aufgebracht, eingenommen wird. Nicht lösliche Substanzen werden meist mit Milchzucker verrieben und in Tablettenform angeboten.
Homöosiniatrie
Als Homöosiniatrie wird die Injektion homöopathischer Mittel an Akupunkturpunkte bezeichnet. Irisdiagnose Als Irisdiagnose wird ein Diagnoseverfahren durch Betrachtung der Iris bezeichnet. Jedem Bereich der Iris sind hierbei verschiedene Organe und Körperbereiche zugeordnet.
Kinesiologischer Muskeltest
Der kinesiologische Muskeltest ist ein Testverfahren, bei dem der Körper verschiedenen psychischen oder physischen Reizen ausgesetzt wird. Dabei wird die Spannung der Muskeln getestet.
Kneipp-Therapie
Die Kneipp-Therapie ist ein nach dem Pfarrer Sebastian Kneipp benanntes ganzheitliches Behandlungskonzept bestehend aus Bewegungs-, Ernährungs-, Wasser- und Ordnungstherapie. Unter Ordnungstherapie versteht man das Gestalten des persönlichen Alltags und die Förderung eines gesunden Lebensstils. Eine weitere Säule des Behandlungskonzeptes ist die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde).
Neuraltherapie
Bei der Neuraltherapie werden Medikamente zur lokalen Betäubung (Lokalanästhetika) in die Haut injiziert. Dabei wird zwischen Störfeldtherapie und Segmenttherapie unterschieden.
Orthomolekulare Medizin
Die Orthomolekulare Medizin basiert auf der hochdosierten Gabe von Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und essentiellen Amino- und Fettsäuren.
Phytotherapie
Bei der Phytotherapie, oder auch Pflanzenheilkunde, werden Pflanzen in ganzer Form oder Teile von ihnen, also Blüten, Blätter, Wurzeln oder Rinde, als Heilmittel verwendet. Die Pflanzen werden getrocknet, zerkleinert, in Alkohol eingelegt, gepresst, gemahlen oder destilliert und dann als Tee, Tinktur, Saft, Pulver oder Extrakt eingenommen oder äußerlich aufgetragen. Zur Phytotherapie wird im weitesten Sinne auch die Mykotherapie (Pilzheilkunde) gezählt.
Schüßler-Salze (Biochemie nach Dr. Schüßler)
Der deutsche Arzt Heinrich Schüßler entwickelte die Theorie, dass Krankheiten aufgrund eines Ungleichgewichts des Mineralhaushaltes in den Körperzellen entstehen. Die Herstellung von Schüßler-Salzen basiert, ebenso wie die Herstellung homöopathischer Mittel, auf einer Potenzierung (Verdünnung). Dennoch zählt die Therapie nicht zur Homöopathie, da sie nicht auf dem Ähnlichkeitsprinzip beruht.
Taping
Als Taping wird eine Therapiemethode bezeichnet, bei der elastische Klebebänder auf die Haut aufgebracht werden. Diese werden exakt im Verlauf von Muskeln, Sehnen und Bändern geklebt und verbleiben dort einige Tage bis Wochen.